Der Geist des Auer Kindernestes besteht im Miteinander. Dieses Miteinander erwächst aus dem Respekt und Vertrauen, das den Kindern entgegengebracht wird. Die Kinder lernen soziales Verhalten in der Gruppe. Es entstehen außerfamiliäre Freundschaften und Bindungen und eine Atmosphäre von Empathie und Wir-Gefühl.
Wir sehen das Kind als vollständiges Individuum, das an der Gestaltung seiner Entwicklung beteiligt ist. Bei uns haben die Kinder auch ein Recht auf schwierige Phasen. Wir sehen sie als wichtigen Entwicklungsschritt. Wenn sie nicht übergangen werden, sind sie eine Chance, an ihnen zu wachsen und zu lernen.
Jedes Kind wird so angenommen wie es ist und in seinem Entwicklungsprozess individuell und seinem eigenen Tempo gemäß begleitet und gefördert. In einer Atmosphäre des Vertrauens lernt das Kind, an sich und anderen zu wachsen. Durch das so gestärkte Selbstbewusstsein empfindet das Kind seine Individualität und ist in der Lage, zu ihr zu stehen. Es lernt auch „Nein“ zu sagen. Das sehen wir als wichtige Fähigkeit an, die auch als Prävention gegen sexuelle oder andere Formen des Missbrauchs dient.
Die relativ kleine Gruppe mit der breiten Altersmischung bietet den idealen Rahmen, in dem Toleranz und Verständnis für die individuelle Persönlichkeit der anderen Kinder entstehen können. Grundlage des pädagogischen Konzeptions ist eine ganzheitliche Förderung, die im Miteinander das Erlernen und Üben sozialer Kompetenz ermöglicht. Eine wichtige Voraussetzung für die soziale Interaktion ist die sprachliche Entwicklung, die wir dementsprechend fördern.
Die Planung erfolgt nach situativem Ansatz. Inhalte und Raumgestaltung sind flexibel und werden den Bedürfnissen der Gruppe und der einzelnen Kinder angepasst. Schwerpunkte der Erziehung sind die musisch–kreative und die motorisch–sensorische Förderung. Zudem soll das Verständnis für Natur und Umwelt geweckt werden.
Pädagogisches Konzept (Stand Juli 2025)